FCG Bad Toelz

Andachten

Heilung

Gott heilt heute noch

Verstext entnommen aus der Elberfelder Übersetzung (Scofield Bibel)

„Leidet jemand unter euch? Er bete. Ist jemand guten Mutes? Er singe Psalmen. Ist jemand krank unter Euch? Er rufe die Ältesten der Gemeinde zu sich, und sie mögen über ihm beten und ihn mit Öl salben im Namen des Herrn. Und das Gebet des Glaubens wird den Kranken retten, und der Herr wird ihn aufrichten, und wenn er Sünden begangen hat, wird ihm vergeben werden. Bekennt nun einander die Sünden und betet füreinander, damit ihr geheilt werdet! Viel vermag eines Gerechten Gebet in seiner Wirkung.“
Jakobus 5,13-16

„Not lehrt beten!“ so verkündet uns der Volksmund und meint damit die Suche nach übernatürlicher Hilfe durch einen ansprechbaren Gott, der zu uns redet und unser Gebet beantwortet.
Zudem weist er damit auf den eigentlichen Notstand hin – nämlich:

Wenn alles gut läuft, denkt keiner ans beten!

Ich finde, der vorliegende Text hört sich an wie eine Anleitung zum Bauen. Wer bauen will, muss sich um den Untergrund kümmern. Je nach der Beschaffenheit desselben muß dann auf verschiedene Art gebaut werden.

Auch wir müssen uns um die Grundlage unserer Gebete kümmern, damit wir nicht auf Sand bauen, sondern auf festem, tragfähigem Fels. Wenn nun die Lebenssituation so ist, dass jemand auf irgendeine Weise leidet, so heißt die Aufforderung > er bete <. Damit ist gemeint, dass der Mensch in seinem Leiden die Hilfe bei Gott und seinem Sohn, unserem Heiland Jesus Christus, suchen soll. Ist der Mensch aber fröhlich und wohlgemut und es geht ihm gut, so wird er aufgefordert dankbar zu sein, indem er Gott Psalmen singt. In diesen Seelenzuständen wird die Person aufgefordert sich an den lebendigen Gott zu wenden und ihm dankbar zu sagen, wie gut es ihr geht.

Im Dritten, dem Krankheitsfall fordert Jakobus den Kranken auf, sich an die (dazu berufenen) Gemeindeältesten zu wenden. Dies sind jene Menschen, die Gott eingesetzt hat, um die Gemeinde geistlich zu führen. Eine weitere Aufgabe der Ältesten ist es, zu beten, damit Kranke Menschen die Hilfe Gottes erfahren. >Sie mögen den Kranken mit Öl salben und mit ihm beten – und es wird besser werden – der Herr wird ihn aufrichten <. Damit ist gemeint, dass in dem Falle, in welchem Heilung angestrebt und erhofft wird, Gott berufene Älteste gebraucht, damit kranke Geschwister diese Ältesten um Gebet bitten und Heilung von GOTT empfangen können.
Wer diesen Weg Gottes seinem Wort folgend einschlägt und geht , dem wird auch noch die Vergebung seiner Sünden zugesagt.

Die praktische Umsetzung dieser „Verordnungen“ verlangt uns nun doch einen, wenn auch scheinbar kleinen Glaubensansatz, ab (den sogenannten Senfkornglauben). Ausserdem: Wer sich an Gott wendet, muß glauben, dass er (da und aktiv) ist und dass er ein Belohner unseres (mitunter sehr kleinen) Glaubens ist.

„Herr, lehre uns täglich zu beten, so wie es Dir gefällt!“

Möge Gott uns dazu helfen, dass wir stets unseren Glauben an IHN bewahren. Er lässt uns wissen, dass wir IHN in der Not anrufen dürfen, ER wird uns helfen, und wir sollen IHN loben und preisen.

Psalm 50,15:
„… und rufe mich an am Tag der Not, ich will dich erretten, und du wirst mich verherrlichen!“.

Wir sind von Gott zu seinem Gegenüber gemacht worden – ER nimmt uns als Persönlichkeiten sehr ernst – nehmen auch wir IHN ernst und beim Wort!

Gerhard Eng, Pastor

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